Ausländische Freundinnen und Freunde von SISU erlebten die Kulturen von Bayü in Wulong

2022-08-31

Am 10. Und 11. Juni 2022 erlebten die ausländischen Lehrkräfte und Studierenden von SISU in Wulong die Bayü-Kulturen. Das Amtsbüro für internationalen Austausch und Zusammenarbeit von SISU lud dazu 23 internationale Lehrkräfte und Studierenden aus 16 Ländern ein, wie z.B. aus den USA, aus Deutschland, aus Thailand, aus Togo usw. Diese Veranstaltung bekam dabei noch die kräftigen Unterstützungen von der Werbungsabteilung der Stadt Chongqing, der Werbungsabteilung des Bezirks Wulong sowie dem auswärtigen Verband für kulturellen Austausch der Stadt Chongqing.  

 

Dieausländischen Lehrkräfte und Studierenden von SISU kamen am Vormittag des 10. Juni an einer Dorffamilie auf dem Feuchtgebiet Datian der Gemeinde Canggou an. Sie fuhren mit kleinen Booten bequem zwischen den Lotusblättern und -blumen; dann lernten sie Taichi vom Meister Keming TAN am wunderschönen Seeufer im Dorf Datian; anschließend probierten sie den Wulonger Sojakäsein einer traditionellen Werkstatt; dabei beteiligten sie sich mit großem Interesse an dem Produktionsprozess des Sojakäses, z.B. die Steinmühle zu betreiben, die gemühlte Sojamilch zu filtern, Sojakäse zu halogenieren usw.  

 

Bootfahrt auf dem See voller Lotusblätter und -Blumen

 

Am Nachmittag warteten die Leute von nationaler Minderheit Miao mit ihren eigenen nationalen Kostümen ziemlich früh auf die internationalen Gäste am Haupttor ihres Miao-Dorfs, der Gemeinde Houping. Sie sangen dabei ihre Volkslieder, nahmen hausgebräuerten Reiswein in der Hand und begrüßten so die ausländischen Gäste. Im Archiv der Dorfgeschichte hörten die Gäste der Erklärung der Ansagerin zu, über den drastischen Entwicklungsprozess des Dorfs seit der Armutsvernichtung Chinas. Die ausländischen Lehrkräfte und Studierenden sparten kein Lob nach dem Probieren der lokalen Agrarprodukte wie Honig, Tee und Reiswein. Sie kauften dies einer nach dem anderen von den Bauern ein.

Besuch des Miao-Dorfs Tianchi

 

Nach dem Abendessen traffen sich die Gäste und die Dorfbewohnerinnen und -bewohner auf dem Platz um einen flammenden Scheiterhaufen. Alle sangen zusammen die Volkslieder und tanzten mit schwenkenden Händen in Kreis herum. Die Einheimischen konnten so gut singen und tanzen, dass die Gäste auch dabei spontan angezogen wurden, mitzusingen und mitzutanzen. Sie sangen viele chinesische und englische Lieder, z.B. „Freunde“. Der erste Tag endete in fröhlichen Gesängen und Lachen.

 

  Am Abend um den flammenden Scheiterhaufen  

 

Am Vormittag vom 11.Juni besichtigten die ausländischen Lehrkräfte und Studierenden die Ausstellungshalle der volkstümlichen Kultur der nationalen Minderheit Gelao im Dorf Tianjiazhai, der Gemeinde Haokou. Sie interessierten sich sehr an den ausgestellten Kulturzeremonien, wie Nuo-Masken, Beerdigungszeremonie und Tanz mit Bambusstange usw. Da erfuhren sie auch an eigenem Leib die Schlagerei des Zibas (klebigen Reiskuchen).

 

Schlagerei des Zibas (klebigen Reiskuchen)

Als Endstation kamen die ausländischen Lehrkräfte und Studierenden in einer Batikwerkstatt in der Schule von Haokou, um die Batikfärberei der Minderheit Gelao, ein immaterielles Kulturerbe zu lernen. Im Jahr 2019 wurde die Batikfärberei der Minderheit Gelao durch die Stadt Chongqing in die Liste der 6. Gruppe von immateriellen Kulturerben aufgenommen. Deshalb bietet die Schule von Haokou einen spezifischen Kurs Batikfärberei und hat ein Lehrwerk dafür erarbeitet, um diese Technik nachhaltig entwickeln zu lassen. In der Gemeinde Haokou werden auch viele Batikwerkstätte eingerichtet. Man produziert hier mit der Batiktechnik mehr als 20 Warenarten, wie Schals, duftende Beutels und Kleidungstücke usw.

   

Batiktechnik lernen  

 

Mit Hilfe der “Meisterchen, die sich von den Schülerinnen und Schülern in Batikstoff verkleidert wurden, malten die ausländischen Lehrkräfte und Studierenden von SISU auf dem zu färbenden Stoff ihre Lieblingsmuster ab, manche malten ihr eigenes Tierzeichen ab, manche ihre Lieblingsfiguren in Comics, und manchen ihren eigenen chinesischen Namen. Zuerst mit Wax eintreiben, dann Indigo-Farbstoff aus natürlichen Pflanzen darauf beschmieren, so bekam man schon die selbst gemalte Muster auf dem rohen Batikstoff. Nach Abtrocken usw. sollten schließlich die selbst gemalten Batikstoffe an die ausländischen Lehrkräfte und Studierenden zu SISU gesendet.

Diese kulturellen Erlebnisse gelten als ein wichtiger Bestandteil von SISUs Bemühungen für den Aufbau einer internationalen Universität mit eigenen Besonderheiten. Die ausländischen Lehrkräfte und Studierenden erlebten dabei die regionale Bayü-Kultur tiefeingehend und bezeugten die großen Errungenschaften der Armutsvernichtung Chinas. Gleichzeitig lernten sie sich besser kennen und fühlten sich enger mit SISU verbunden. Durch ihre Social-Medien teilten sie noch die Erlebnisse ausführlich mit ihren Freundinnen und Freunden mit, so können mehr Leute im Ausland die Schönheiten der Stadt Chongqing kennen lernen.

   

Gruppenfoto der Teilnehmenden